Freitag, 13.5.2016 - Gabriel Forcher aus Lienz erzählt über seinen persönlichen Kriegseinsatz im 2. Weltkrieg
Gabriel Forcher aus Lienz, geb. 1928, wurde mit 16 Jahren zum Militär eingezogen und war im Zweiten Weltkrieg an der Ostfront im Einsatz.
Der rüstige Rentner hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Jugendlichen an den Schulen Osttirols zu erzählen, wie er als junger Bursche den Krieg erlebte, dabei überlebte und von der Front nach Lienz zurückkehrte.
„Kamerad, bleib stark, sonst überlebst du diese Scheiße nicht!“ - „Gott sei Dank musste ich nie jemanden erschießen!“ - oder „Ich habe fürchterlich geplärrt, betete zu Gott und hatte großes Heimweh!“
Mit solchen und ähnlichen Sätzen schilderte Gabriel Forcher seine Kriegserlebnisse, die Härte eines Kampfeinsatzes sowie den täglichen Kampf ums Überleben, packend und mit treffenden Worten und mit der entsprechenden Wirkung: Die Schüler der 4. Klassen unserer Schule horchten nämlich gespannt und erstaunt seinen Ausführungen. Einige Passagen seiner Aufzeichnungen wurden von seiner Tochter zwischendurch auch vorgelesen.
„Ich hatte großes Glück, betete viel und hatte einen großen Schutzengel, denn sonst hätte ich diesen brutalen Krieg wohl kaum überlebt“, meinte Forcher am Ende seiner Erzählungen lächelnd.
Als einer der wenigen , noch lebenden Zeitzeugen dieses Krieges will Forcher den jungen Menschen seine persönlichen Eindrücke vom Grauen des Krieges vermitteln, die schrecklichen Ereignisse von damals bewusst machen und so das Schicksal der Menschen dieser Zeit nicht vergessen lassen.

